600wasmitmedien

Folge 256

1.) Journalismus für Kinder – wie ZEIT Leo auf die Jugend zugeht.
Am 6. September erscheint die erste Ausgabe des Kindermagazins ZEIT LEO. Das Magazin richtet sich zwar an junge Leute ab 8 Jahren, orientiert sich beim Themenspektrum aber an der “großen” Zeit. Chefredakteurin Katrin Hörnlein erklärt, wie Journalismus für Kinder funktioniert und wie ZEIT LEO entwickelt wurde. Wer Journalismus für Kinder macht braucht die richtige Einstellung und es kommt bei der Themenauswahl mehr auf das “Wie” als auf das “Was” an.
2.) Fernsehen für Abschalter – wie Die Alm, Big Brother und Co. auf die Zuschauer wirkt.
Die elfte Big-Brother-Staffel sendet in der Bedeutungslosigkeit und die Neuauflage der Pro-Sieben-Alm macht eher mit Pannen als mit Zuschauerrekorden auf sich aufmerksam. DWDL.de-Chefredakteur Thomas Lückerath kommentiert den Zustand des Privatfernsehens. Er fordert die Sender auf, TV-Produzenten für Experimente zu bezahlen, sieht aber im Herbst auch ein paar Lichtblicke im Privatfernsehen auf uns zu kommen.
3.) Weiterbildung für Journalisten – wie der Online Radio Master in das neue Semester startet.
Professor Golo Föllmer stellt den Studiengang Online Radio Master an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vor. Bis zur kommenden Woche können sich Interessierte für den Semesterstart in diesem Herbst noch bewerben. Föllmer sieht eine Renaissance von Audio. Gerade der mobile Lebensstil würde Audio-Darstellungsformen fördern – alles mit Bildschirm sei umständlicher.
4.) Trauer für Deutschland – wie Loriot uns weiter bewegt.
Herr Pählers Gedanken zum Tode von Loriot.
Außerdem hören Daniel und Herr Pähler in den neuen Podcast Fastlane rein. Den kleinen Bruder von “Was mit Medien” findet ihr unter fastlane.wasmitmedien.de.
600wasmitmedien

Folge 255

1.) Mehr Geld: Tageszeitungsredakteure haben neuen Tarifvertrag

In der Nacht zu Donnerstag gab es nach langem Streit und Streik die Entscheidung für 14.000 Angestellte bei deutschen Tageszeitungen: Es gibt einen neuen Gehaltstarifvertrag. Reporter Henning Bulka gibt den Überblick über die Einigung.

2.) Mehr Pixel: Taz verbannt Sponsoren aus dem Sportteil

Die Taz verzichtet auf Sponsoren-Logos auf Fotos im Sportteil. Die Motivation erläutert Sportredakteur Markus Völker von der Taz. Zum Start der Aktion hat er auch im Taz-Hausblog über die Idee geschrieben.

3.) Weniger Pixel: BILD streitet um Täterfoto

Die BILD-Zeitung ist vom Presserat für die offene Darstellung eines nicht verurteilten Verdächtigen gerügt worden, worauf die BILD die Leser aufrief, sich beim Presserat zu beschweren. Reporter Christian Schwarz erklärt die Hintergründe. Hier einige Links: Pressemitteilung des Presserates als Reaktion, 1. Artikel der Bild, 2. Artikel der Bild, 3. Artikel der Bild (führt zur Rüge).

4.) Weniger Geld: Der MDR hat seinen nächsten Skandal

Der MDR hat seinen nächsten Skandal: Der MDR-Unterhaltungschef Foht wurde suspendiert, nachdem ein undurchsichtiges Finanzverhalten aufgefallen ist. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Sicher ist: Dieser Fall dürfte auch am noch MDR-Intendanten Udo Reiter nicht spurlos vorbei ziehen. Jörg Wagner vom Radio Eins Medienmagazin erklärt uns den Fall!

Wir funken durchs Netz!

Unser 24-Stunden-Webradio ist da!

Hier ist unsere erste Sonntags-Überraschung: Wir haben ein eigenes Webradio gestartet! Ab sofort funken wir 24 Stunden die vier aktuellen Ausgaben von unserem Medienmagazin – gespickt mit guter Musik!

Mit unserem digitalen Radioangebot könnt ihr unser Programm überall hören, wo ihr Webradio hören könnt: Am Computer, auf dem Smartphone, als App oder ganz klassisch als Stream. Wenn ihr Lust auf “Was mit Medien” habt, aber nicht extra eine Episode aus eurem Podcast-Programm auswählen und abspielen möchtet, dann ist der Kanal ein wunderbares Angebot. Einfach einschalten und schon gibt es Herrn Pähler und mich auf die Ohren.

Und keine Sorge: Als DAB+ gibt es unser Programm nicht ;)

Das Was mit Medien Radio findet ihr unter http://www.wasmitmedien.de/radio/.

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Online-Talk #5: Frauen im Netz. (Update: Jetzt nachhören!)

Mittlerweile steht der Mitschnitt online und ist als Podcast (MP3) oder direkt zum Onlinehören (Player ist rechts oben) verfügbar.
Foto: Caro Neumann mit Daniel (links) und Herrn Pähler (rechts).

Nicht nur während der Frauen Fußball-WM haben Frauen eine Rolle im Netz gespielt: So fand kürzlich die DLD Women Conference statt und Initiativen wie die Digital Media Women Hamburg zeigen: Frauen beschäftigen sich auch gerne mit ihrer Rolle mit einer ehemaligen Männerdomäne: Dem WWW . Frauen im Netz – darüber wollen Herr Pähler und Daniel mit euch am Samstag im Online-Talk bei DRadio Wissen sprechen (auch als Livestream zwischen 11 und 12 Uhr). Wir haben eine Bitte an Euch: Sprecht eure Meinung schon jetzt auf unseren Skype-Anrufbeantworter.

Worum es geht?

Die Zeiten, in denen Computer und Internet eher eine Männerdomäne waren, sind vorbei. Das zeigt der BITKOM-Verband in einer aktuellen Umfrage. Anfang 2011 haben Frauen mit 71 Prozent Internetnutzung mit Männern (73 Prozent) nahezu gleichgezogen. Zwar liegen Männer bei technischen Spielzeugen vorn – beim Nachwuchs hat sich die Situation bereits gedreht: Mädchen haben etwas häufiger als Jungs ein Mobiltelefon. Geht es um die Nutzung und hier insbesondere die neuen kommunikativen Möglichkeiten der digitalen Welt, liegen auch Frauen vorne. So sind vier von fünf weiblichen Usern Mitglied in mindestens einer Online-Community, bei Männern sind es erst drei Viertel. Dazu gibt es zahlreiche Initiativen und Veranstaltungen, die Frauen in der Online-Welt fördern sollen. Initiiert wurden diese vor allem durch Frauen. Sie scheinen einen Redebedarf über den eigenen Umgang des digitalen Alltags zu haben. Frauen im Netz— das  ist unser Thema im Online-Talk mit Daniel Fiene und Herrn Pähler.

Die Gästeliste

Der Skype-Anrufbeantworter

Wir möchten von Euch wissen: „Was ist euch in der Diskussion „Frauen im Netz“ wichtig? Worüber sollen wir unbedingt sprechen?“ Sprecht eure Meinung auf unseren Anrufbeantworter. In der Sendung am Samstag (23.07.) werden wir den Anrufbeantworter abhören.

So erreicht ihr den Skype-Anrufbeantworter:
Skype-Nutzername: onlinetalkwissen
Oder per Telefon: 0211 2482 0422
Skype Me™!

Die Sendung könnt ihr am Samstag ab 11 Uhr auf http://wissen.dradio.de hören. Die letzte Sendung könnt ihr auch noch online nachhören.

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Folge 253

In dieser Ausgabe gibt es wieder einen “Was mit Medien Salon”. In dieser Vor-Ort-Ausgabe arbeiten wir mit dem Twittwoch Düsseldorf zusammen, der von André Paetzel und Johannes Lenz organisiert wird. Zum ersten Mal fand der Twittwoch in der Tonhalle Düsseldorf statt und 180 Gäste kamen so am 13. Juli 2011 in das Konzerthaus, um den Talk beizuwohnen. Herr Pähler und Daniel führten durch den Abend.

Talent & Mode – die Modebloggerin Anna Frost
Anna Frost führt seit Jahren ihr Modeblog fashionpuppe.com und twittert auch unter @Annafrost. Wie der Alltag einer Modebloggerin aussieht, und welchen Einfluss inzwischen Modeblogs haben, erklärt sie im Interview.

Talent & Kurzgeschichten – der Grimme Online Award Preisträger Florian Meimberg
Eigentlich ist er Regisseur für Werbefilme.  Bei Twitter ist er die Person, die hinter @tiny_tales steht. Dort veröffentlicht er Kurzgeschichten mit einer maximalen Länge von 140-Zeichen. Dieser Account ist mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden.  Er berichtet uns auch über seine Buch-Arbeiten und hält eine Twitter-Lesung mit seinen besten Tweets.

Talent & Fernsehen – der Medienkritiker Hans Hoff
Hans Hoff ist Fernsehkritiker aus Leidenschaft. Weil er gerne leidet.  Er erklärt Daniel und Herrn Pähler, warum es im Fernsehen kaum Talente gibt und warum die zwei überhaupt keine Chance haben, für das Fernsehen entdeckt zu werden.

Talent & Musik – der Pianist Igor Levit
Für Musik sorgte am Twittwoch der junge aber auch erfolgreiche Pianist Igor Levit. Leider dürfen wir im Podcast keine Musik spielen, sodass wir dies kürzen mußten. Dafür gibt es einen kurzen Talk mit seiner Arbeit als Pianist.

Neu bei Was mit Medien? Dann abonniere kostenlos unseren Podcast per RSS oder direkt bei iTunes. Wir freuen uns auf euer Feedback in den Kommentaren.

Fotos: Tonhalle Düsseldorf (Bei Flickr findet ihr auch viele weitere Fotos von dem Abend).

 

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4. Düsseldorfer Twittwoch. Wir sind dabei. Jetzt Tickets kostenlos sichern!

Merkt euch den 13. Juli 2011 vor. Wir machen diesen Mittwoch zum Twittwoch! Wenn zum vierten Mal das Klassentreffen der Düsseldorfer Twitter-Community stattfindet, sind wir dabei.

Das Event von André Paetzel und Johannes Lenz hat uns in der Vergangenheit schon schöne Abende bescherrt, sodass wir uns besonders freuen, dass Herr Pähler und ich dabei sein werden:  Wir werden durch die Interviews führen und dabei auch eine neue Ausgabe von “Was mit Medien” aufzeichnen, sodass ein neuer “Was mit Medien Salon” entsteht. “Was mit Medien Salon” meets “Twittwoch Düsseldorf”.

Meldet euch jetzt bei Amiando an – die Tickets sind kostenlos, aber der Zugang ist begrenzt!

Auf der verlinkten Seite erhaltet ihr auch die neusten Informationen zu dem Event!

Eine tolle Location: Die Tonhalle!

Die Juli-Ausgabe des Twittwochs wird zudem in der Tonhalle Düsseldorf werden. Unser Tipp: Folgt der Tonhalle auf ihrer Facebook-Seite! Wenn der Abend schon in Tonhalle stattfindet, gibt es auch Musik. Vom jungen Pianisten Igor Levit.

Und wer kommt als Talkgast? Gäste werden drei Düsseldorfer sein: Die Modebloggerin Anna Frost, der Kurzgeschichten-Twitterer und Grimme Online Award Preisträger Florian Meimberg, sowie Medienkritiker Hans Hoff (u.A. Süddeutsche Zeitung).

Wir freuen uns auf einen schönen Abend mit euch und auf eine neue Vor-Ort-Ausgabe von “Was mit Medien”.

P.S.: Der Twittwoch-Düsseldorf sucht noch Sponsoren-Unterstützung. Mehr Infos gibt es im Blog von André Paetzel.

fiene

Online-Talk #4: Karriere mit dem Netz (Update: Jetzt nachhören!)


Mittlerweile steht der Mitschnitt online und ist als Podcast (MP3) oder direkt zum Onlinehören (Player ist rechts oben) verfügbar.

„If you can make it there, you can make it anywhere“ – dieses Zitat von Frank Sinatra bekommt in unserer digitalen Zeit eine ganz neue Bedeutung. Das Internet präsentiert sich uns als ein Paradies für Jobsuchende und Karrierewillige. Darüber wollen Herr Pähler und Daniel mit euch am Samstag (25. Juni) im Online-Talk bei DRadio Wissen sprechen (auch als Livestream zwischen 11 und 12 Uhr).

Worum es geht?

Karriere mit dem Netz – Nicht nur Unternehmen präsentieren sich online und fordern uns auf, unsere Bewerbungen gleich elektronisch zu schicken, sondern uns wird auch ein ganz anderer Eindruck vermittelt: Willst du Karriere machen, musst du das Netz zum Selbstmarketing nutzen! Das eigene Blog, das eigene Kontaktnetzwerk bei Xing, die eigene Twitter-Community; all das scheint in einigen Branchen zur Einstiegsvoraussetzung geworden zu sein. Eine Herausforderung für Neueinsteiger, aber auch für Profis. Karriere mit dem Netz— das  ist unser Thema im Online-Talk.

Die Gästeliste

Kein Skype-Anrufbeantworter – kommt vorbei!

In dieser Woche lassen wir unseren Skype-Anrufbeantworter ausgeschaltet, denn ihr könnt uns persönlich besuchen kommen. Wir senden live vom Medienfest NRW. Kommt in den Kölner MediaPark und findet uns im Haus 6 im ersten Obergeschoss.

Das Medienfest NRW am 25. und 26. Juni 2011 lädt Schülerinnen und Schüler, Studierende und Weiterbildungsinteressierte dazu ein, sich über Aus- und Weiterbildungswege, Berufsbilder und den Arbeitsmarkt in der Medienbranche zu informieren. Am kostenlosen Programm beteiligen sich rund 60 Bildungsträger, Unternehmen und Stiftungen aus Nordrhein-Westfalen.

Die Sendung könnt ihr am Samstag ab 11 Uhr auf http://wissen.dradio.de hören. Zur Sendungsseite geht es hier. Die letzte Sendung könnt ihr auch noch online nachhören.

600wasmitmedien

Folge 252

1.) In den Magen: Die EHEC-Hysterie der Medien

Wissenschaftsjournalismus-Professor Holger Wormer von der TU Dortmund erklärt uns die aktuelle Medien-Hysterie, warum Medien dennoch warnen sollen und wie wir uns als Journalisten vor schlechter Ehec-Berichterstattung schützen können.  Update: Wir haben das Interview inzwischen abgeschrieben.

2.) Auf den Mund: Frankreich verbietet Facebook und Twitter in den Medien

Die Pariser Journalistin Lisa Louis erklärt uns, warum in Frankreich die Medien nicht mehr auf ihre Facebook- und Twitter-Accounts hinweisen dürfen und warum ausgerechnet bei diesen amerikanischen Angeboten ein altes Gesetz gegen Schleichwerbung herzangezogen wird.

3.) Für die Ohren: Niche 2011 zeigt lebhafte Podcast-Szene

Am Wochenende hat die zweite Podcast-Konferenz niche11 stattgefunden. Daniel Leicher von stammstrecke.org berichtet uns, was die Szene bewegt. Seinen Nachbericht könnt ihr auch bereits nachlesen.

4.) Gegen müde Tanzbeine: Die mediale Inszenierung des Rock-am-Ring-Festivals

Christian Schwarz blickt für uns hinter die Kulissen des Riesen-Festivals. Er spricht dabei mit dem  Veit Berthold, der das Rock-am-Ring-Radio moderiert, sowie seinem Chef, Thomas Jung. Er ist SWR-Projetkeiter und SWR-3-Programmchef. Die Interviews und viele Fotos gibt es auch in unserem Backstagebericht.

5.) Für runzelnde Stirne: Das übertransparente Bewerberverfahren im Hause DuMont.

Unser Hörer Florian berichtet uns von einer merkwürdigen Korrespondenz bei der neuen Firma von Konstantin Neven DuMont: Es ging eine Rundmail an Jobinteressenten heraus, ohne dass die Adressen versteckt waren. Diese unfreiwillige Mailingliste entwickelte ein gewisses Eigenleben. Wir haben bei Konstantin Neven DuMont nachgefragt, und er erklärt den Vorfall.

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Hinter den Kulissen: Die mediale Inszenierung des Rock-am-Ring-Festivals

600 Mobiltoiletten, 10.000 Meter Wasserleitungen, 400 Duschen und 50 EHEC Desinfektionsspender. Das ist Deutschlands größtes Festival: Rock am Ring. Am vergangenen Wochenende kamen wieder rund 84.000 Besucher zum Nürburgring in die Eifel und sahen Bands wie Coldplay, Kings Of Leon oder System Of A Down. Das Festival ist für viele Kult und zeichnet sich durch seine einzigartige Atmosphäre aus. Einmalig ist aber auch etwas anderes: Es ist die einzige deutsche Großveranstaltung mit einem eigenen Radiosender! Während der gesamten Dauer des Festivals sendet der SWR-3 auf einer Sonderfrequenz das „Rock am Ring Radio“. Die Moderatoren werden live vor die Bühnen geschaltet und interagieren mit dem Publikum.

VON CHRISTIAN SCHWARZ

Gespielt werden außerdem Mitschnitte der Auftritte, Beiträge von den Zeltplätzen und wichtige Infos rund um die Konzerte. Auch ganz wichtig: Das Wetter. Bei kaum einer Veranstaltung ist diese Nachricht so wichtig, wie bei einem Open-Air-Festival. Neben dem Publikum beim Festival kann auch ein ganz anderer Zuschauerkreis das Radio hören: Deutsche Soldaten im Kampfeinsatz. Gesendet wird auch an die Soldaten im Kosovo und Afghanistan! Es ist gewöhnliches Radiomachen und doch ganz anders — wie „Rock am Ring Radio“ – Moderator Veit Berthold im Interview berichtet:

[audio:http://www.wasmitmedien.de/audio/2011/06-rockamring/veitberthold.mp3]
Thomas Jung (Foto: SWR)

Thomas Jung, SWR-Projektleiter und Programmchef SWR3 (Foto: SWR)

Der SWR hat ohnehin ein gesamtes Medienzentrum am Nürburgring aufgebaut. Seit diesem Jahr ist der öffentlich-rechtliche Sender aus Baden-Baden erstmals Haupt-Medien-Partner von Rock am Ring. Denn im letzten Jahr ist MTV im Rahmen ihrer Umstellung zum Bezahl-Sender abgesprungen.

Vom Festival wurde viel live berichtet: Über eine Millionen Zuschauer haben die Übertragungen bei „EinsPlus“ gesehen, in den Internet-Live-Streams bei SWR3 und DAS DING gab es über 4,5 Millionen Klicks. Weitere Übertragungen wird es in den nächsten Wochen noch geben. Warum der SWR so groß ins Rock-Geschäft eingestiegen ist, erklärt SWR-Projektleiter Thomas Jung:

[audio:http://www.wasmitmedien.de/audio/2011/06-rockamring/thomasjung.mp3]

Und hier sind Fotos von unserem Besuch im SWR-Sendezentrum:

Journalisten haben immer Hunger! Aushang im Catering-Zelt des SWR.

In diesem kleinen LKW wird Radio gemacht. Es ist das Studio des „Rock am Ring Radio“

Zutritt verboten! Wir durften trotzdem mal gucken!

Das Studio des kleinen Radiosenders. Von hier aus wird auch vor die drei Bühnen live geschaltet.

Schnittplätze der Radio-Reporter. In diesem Bus werden Beiträge für alle ARD-Anstalten geschnitten.

Die Bild- und Tonregie schneidet alle Konzerte mit, überträgt die wichtigsten live.

Der Sender EinsPlus hat am Wochenende 28 Stunden live berichtet.

Im Wagen der Bildregie herrscht absolute Dunkelheit, damit die Augen sich auf die Arbeit konzentrieren können.

Alle Mitschnitte landen auf einem zentralen Server, auf den Radio, TV und Online aller ARD-Anstalten jederzeit zugreifen können.

Direkt aus London: Das Außenstudio von DAS DING TV.

In dieser entspannten Lagerfeueratmosphäre werden laute Rockstars interviewt.

In den Pausen gibt es Kicker-Turniere.

Der Bus parkt direkt neben der zweitgrößten Bühne des Festivals – der Alternastage. Vom Dach aus hat man einen wunderbaren Blick auf das Gelände.

In dieser entspannten Lagerfeueratmosphäre werden laute Rockstars interviewt.

Mehr Fotos von Christian Schwarz rund um Rock am Ring gibt es bei Flickr.

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Apples Newsstand — Kiosk und Zeitungsbote in einem

Apple hat am Abend sein neues mobiles Betriebssystem iOS 5 für den Herbst angekündigt, und hierbei auch den neuen Newsstand angekündigt. Ein iTunes für Non-Fiction, oder besser: Einen iBookstore für Zeitungen und Zeitschriften. Die Apple-Welt dreht sich!

Damit eins klar ist: Wir reden über ungelegte Eier. Noch ist der Newsstand nicht da. Nur Entwickler können sich die Betaversionen bereits anschauen. Doch führt man gewisse Apple-Erfahrungen der letzten Jahre fort, stoßen wir auf interessante Perspektiven.

VON DANIEL FIENE

Während Google im Februar noch sein Bezahlsystem One Pass vorstellte, was zwar durch seine Offenheit beeindruckte, in der Realität bisher aber kaum im Einsatz zu sehen ist, gerät Apple mit seiner Ankündigung wieder direkt auf die Überholspur: Die angekündigte Lösung für digitale Produzenten scheint an Komfort nicht zu überbieten zu sein. Weder für Anbieter. Noch für Nutzer.

Da treten all die kritischen Fragen am geschlossenen Modell und die Kundenhoheit durch Apple erst einmal in den Hintergrund. Vielleicht sogar zurecht: Wenn im Herbst iOS 5 erscheint, könnte der Newsstand das werden, was iTunes heute für die Musikindustrie ist — der wichtigste digitale Vertriebsweg.

Kiosk und Zeitungsbote in einem

Die Idee ist für den Leser simpel: In einem schönen Holzregal liegen seine gekauften Zeitschriften und Zeitungen aus. Er kann sie auswählen und lesen. In einem Shop können neue Publikationen gekauft werden. Im Gegensatz zum iBookstore gibt es eine Aboverwaltung. Der Leser kann periodische Veröffentlichungen abonnieren und erhält morgens automatisch die neusten Ausgaben ausgeliefert. Diese sind dann auch offline verfügbar. Wie praktisch: Bisher mussten wir noch vor die Tür, um die Zeitung aus dem Briefkasten zu fischen, jetzt muss der Leser nur noch den Arm ausstrecken und zu seinem Appke-Gerät greifen. Ein manuelles Aktualisieren oder das Starten eines Programms, welches zum Beispiel beim Aktualisieren von Podcasts bisher nötig war, gibt es erst gar nicht im Newsstand.

Und das macht auch den Reiz für Leser und Anbieter aus: Ein gelerntes Modell wird klug und einfach digital übertragen.

Newsstand ist überfällig

Bereits im vergangenen September gab es Gerüchte über Verhandlungen zwischen Apple und Verlegern. Der Axel Springer Verlag ist gestern bei der Apple-Keynote auch an die Wand geworfen worden, als einer der Verlage, die sich beim Newsstand zum Start beteiligen. Die Gerüchte um solch ein Angebot gab es schon lange, so gab es auch einen Bedarf.

Auch wenn 2010 das Thema Apps durch die Verlage sehr gehypt wurden, scheint sich das digitale Leserfieber auf zahlenden Kunden nicht übertragen zu haben. Für jede  Zeitschrift und jede Zeitung eine eigene App? Für jede Ausgabe per Hand nachladen? Bequem ist das nicht. Die gefühlten Hürden sind groß, und dafür auch noch Geld ausgeben? Das scheint auch Apple verstanden zu haben.

Diese Bequemlichkeit dürfte es den Verlegern auch wert sein, dass sie sich einem strikten Regiment unterordnen und Apple wohl 30 Prozent der Einnahmen überweisen werden. Goole One Pass verlangt zwar nur 10 Prozent und ist offener, aber auch komplizierter.

Auch eine Chance für Nicht-Verlage

Worüber nachzudenken ist: Der iBookstore, der dem Newsstand zugrunde liegt, hat noch nicht das Image ein Mega-Erfolg zu sein.  150 Millionen Downloads nannte Apple für den iBookstore, was im Vergleich zu 15 Milliarden Verkäufen im im iTunes Music Store mickrig wirkt. Auf der anderen Seite hat der iBookstore nichts zu bieten gehabt, was die Käufer nicht auch schon bei Amazon hatten.

Was aber zu erwarten ist: Der Newsstand dürfte auch auf lange Sicht für individuelle Anbieter spannend werden. Schon im Podcastbereich reihen sich kleine Anbieter direkt neben den großen Medienmarken im iTunes-Podcast-Verzeichnis auf. Auch im iBookstore können unabhängige Autoren ihre Bücher ohne Verlag einreichen. Auf diese Zugänglichkeit hat Apple immer geachtet, um auch hier die Vorteile des Longtail nutzen zu können.

Mit diesen Vorteilen im Kopf, die sich im Herbst dann bewahrheiten müssen, fällt der Vergleich zu Google One Pass anders aus, als wir ihn noch im Februar gesehen haben: Google One Pass fehlt im Vergleich zum Newsstand eine übergreifende Vision. Google One Pass kann derzeit höchstens mit einem Argument gegen den Newsstand antreten; eben nicht zur Apple-Welt zu gehören.

Tipp: Uns gibt es auch als RSS-Feed in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Hier gibt es unsere Texte aus dem Blog und hier gibt es unseren wöchentlichen Podcast.

 

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