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Was aus dem gekündigten SZ-Abo wurde!

Vor genau einem Monat kündigte Kollege Dennis Horn sein langjähriges Abo der Süddeutschen Abo. Sein Grund: Er war mit der SZ-Hauspolitik nicht einverstanden, an der Klage gegen die Tagesschau-App teilzunehmen. Sein Kündigungsschreiben haben wir veröffentlicht – aber wie reagiert die SZ? Sie offenbart die Abgründe in der deutschen Abo-Kultur!

KOMMENTIERT VON DANIEL FIENE

Seiner Kündigung hat der SZ-Abo-Service umgehend entsprochen und bestätigt. Allerdings gab es als Antwort nur ein Standardschreiben. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Horns Kritik fand nicht statt. Das vermag viele nicht überraschen, der eigentliche Hohn erreicht Dennis heute Nacht per E-Mail. Wir zitieren:

Sehr geehrter Herr Horn,
im Juli 2011 haben wir Ihr Abonnement wunschgemäß beendet.
Um Ihnen noch einmal die vielen Vorzüge der Süddeutschen Zeitung aufzuzeigen, liefern wir
Ihnen im August völlig unverbindlich die Zeitung für einen weiteren Monat. Für Sie entstehen
keine Kosten und keine Verpflichtungen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Entscheidung noch einmal überdenken würden.
Sollten Sie Fragen oder Änderungswünsche haben schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an
lesefreude@sueddeutsche.de oder informieren unsere Servicehotline unter der oben genannten
Rufnummer.
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude bei der Lektüre der Süddeutschen Zeitung.
Mit freundlichen Grüßen
Leitung Abonnentenservice
i.V.Anton Stöckl

Auf die Idee muß man erstmal kommen. Dennis Horn kann sich jetzt schon auf viele weitere Kontaktaufnahmen der Süddeutschen Zeitung einstellen, wenn er nicht widerspricht. Ob ein Widerspruch überhaupt hilft, mögen einige anzweifeln. Aber Verlage fallen ja immer mal wieder mit Ungenauigkeiten im Umgang mit Leser-Adressdaten auf. Stoße ich auf entsprechende Berichte, verlieren die Verlage bei mir persönlich an Glaubwürdigkeit. Wie soll ich da die nächsten “Google und Facebook sind Datenkraken”-Artikel noch ernst nehmen?

Aber zurück zum Antwortschreiben der SZ. Um eine beliebte Formulierung von Konstantin Neven DuMont zu benutzen: Was ist davon zu halten?

Ich bin mir nicht sicher. Zwar bewundere ich die Kreativität der Abo-Abteilung, versuche mir gerade aber vorzustellen, wenn ich das Prinzip als Radiomensch übrnehmen würde. Ab und zu rufen Hörer im Sender an und erzählen uns, dass sie uns nicht mehr hören, weil früher alles besser war. Beim nächsten Mal mache ich beim Hörer ein Überraschungsbesuch zu Hause und gehe in seine Küche und stelle sein Küchenradio zurück auf die Frequenz meines Senders. Natürlich erkläre ich mich hinterher dem Hörer: “Um Ihnen noch einmal die vielen Vorzüge des Senders aufzuzeigen, stellen wir Ihnen im August völlig unverbindlich das Radio für einen weiteren Monat auf unsere Frequenz ein. Für Sie entstehen keine Verpflichtungen. Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Entscheidung noch einmal überdenken würden.”

Auf eine inhaltliche Debatte rund um den Kündigungsgrund warte ich derweil weiter.

Tipp: Uns gibt es auch als RSS-Feed in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Hier gibt es unsere Texte aus dem Blog und hier gibt es unseren wöchentlichen Podcast.


 

Lesetipps:

  1. Folge 244
  2. Kommentar: Warum ich mein Abo der Süddeutschen kündige

Comments (56) Write a comment

  1. Der Brief ist ein Routine-Vorgang. Die Abo-Abteilung hat nichts zu tun mit der Chefredaktion, oftmals sind diese Abteilungen ausgelagerte eigenständige Tochterfirmen. Der Mitarbeiter dort ändert Deinen Abostatus, das System verschickt die oben zitierte Mail danach wahrscheinlich automatisch. Vielleicht hat der Mitarbeiter die Begründung weitergeleitet, vielleicht gibt es im Verlag sogar eine Stelle, die sich solche Dinge anschaut – aber der Apparat ist sicher viel zu schwerfällig, um die automatisierten Routinevorgänge zu unterbrechen und Dir eine individuelle Antwort zu schicken. Sollten sie das ändern? Wahrscheinlich ja. Aber: Das kostet Manpower und Geld, das vielleicht besser in der Redaktion angelegt wäre.

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    • “Bestehende Strukturen” kann man als Entschuldigung anführen, klar. Für mich unterstreicht das aber nur meine Abgrund-These :-)

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      • Es wird in genügend vielen Fällen funktionieren oder man hat festgestellt, das Rückgewinnung nicht funktioniert. Ich sehe da keinen Abgrund. Zumindest nicht in der Abo-Abteilung. Idealerweise könnte sich die Redaktion melden. Aber was soll dann die schreiben? Die kriegen doch schon immer wütenden Brief wegen irgendwelcher Sachen… Wenn die sich danach richten würden, könnten sie nichts mehr schreiben… Ich finde, dass das fast eher von journalistischer Unabhängigkeit zeugt, dass die sich nicht von Kreti und Pleti in ihre Zeitung reinreden lassen.

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    • Was ist denn das für eine naive Diskussion. Glaubt denn jemand hier im Ernst, dass jede Kündigung persönlich individuell beantwortet werden kann? Dennis Horn soll sich doch freuen, dass er einen weiteren Monat kostenlos weiterlesen kann. Was ist denn dagegen auszusetzen. Ich finde, das ist ein äußerst freundlicher Service der SZ.

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  2. Ich gebe zu: Ich bin Süddeutsche-Fan, wenn mich das nicht sofort diskreditiert, sag ich jetzt noch mal was dazu.

    Ich finde es äußerst witzig von der SZ, noch einen Monat kostenlos zu liefern, obwohl man gekündigt hat. Zweitens ist es jetzt auch nicht so die schlimme Belästigung! Klar ist diese “Kontakaufnahme” nicht erwünscht, aber es gibt noch viel schlimmere Kandidaten. Das macht es auch nicht besser, aber es gibt heutzutage sowas wie Spamfilter, Sache erledigt.

    Der zweite Vergleich ist absurd. Naja. Und “Abgründe der deutschen Abokultur” ist doch ein wenig reißerisch für so einen eher harmlosen Vorgang.

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    • Fred, so harmlos finde ich das gar nicht. Wenn ich mich bewusst entscheide ein Produkt nicht mehr beziehen zu wollen, ist es regelrecht eine Unverschämtheit, wenn es mir noch einen weiteren Monat aufgedrückt wird. Zwar kann ich mich entscheiden es nicht zu lesen, aber immerhin muss ich jeden Morgen ein Produkt aus meinen Briefkasten fischen und zum Altpapier tragen, obwohl ich es nicht wollte. Harmlos? Nein.

      Ich finde wohl, dass das ein Abgrund ist. Schau mal was Ralph kommentiert – er hat da schon recht. Wir sehen doch: Den Verlagen ist ihr Produkt anscheinend wenig wert – sonst würden sie es nicht einen Monat verschenken. Den Verlagen ist die Meinung oder der Dialog der Leser noch weniger wert. Sonst würden sie ihre Strukturen anpassen.

      Klar ist mein Vergleich mit dem Küchenradio absurd. Aber auch nur, weil das Vorgehen der Zeitung so absurd ist. Nur da hat man sich an so etwas schon gewöhnt.

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      • Stimmt auch wieder. Vor allem das Online-Angebot der SZ ist wirklich nicht zeitgemäß. Einige Artikel (vor allem die guten, investigativen) findet man einfach nicht online. Ich hab mal gelesen, dass einer der wichtigen aus der Chefetage gesagt hat: “Online ist nicht so wichtig.” Das glaube ich gerne, bei dem Angebot… Zeitgemäße Strukturen sehen wirklich anderes aus, das ist wahr.

        Ich bleibe trotzdem bei harmlos, sorry. Es gibt viele andere Dinge in unserer Gesellschaft, an denen sich Abgründe auftun (Auseinanderdriften von arm und reich, Macht der Finanzmärtke, Lobbyismus)((Hört sich jetzt schlimm an, ich weiß)). Ich finde das Wort einfach zu übertrieben.

        Reply

        • Was die ehemalige SZ-Chefetage über das Internet denkt, hatten wir bereits hier dokumentiert: http://www.wasmitmedien.de/2010/09/21/zeitungs-kilz-the-internet-star/

          Ich würde aber das Wort “Abgrund” nicht so wichtig nehmen – immerhin ist das ein Kommentar von mir und da ist Übertreibung auch ein Stilmittel damit polarisiert wird und damit die Leute sich damit beschäftigen. Das hat ja auch wunderbar geklappt :-)

          Und natürlich gibt es viel “echtere” Abgründe.

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          • Hehe, stimmt! Das hat gezogen bei mir! :-) Danke für den Link, dass meinte ich.

            Ich finde es eher traurig, dass sich die meiner Meinung nach beste Zeitung in Deutschland selber den Weg in die Zukunft verbaut, da sie nicht angemessene Wege findet, mit dem Online-Journalismus umzugehen.

            Wie wäre es den mal mit einer rein investigativen Website der SZ? siehe http://www.propublica.org/

            Wie wäre es mit echtem Dialog, statt die Kommentar-Bürgersteige nach Feierabend hochzuklappen?

            Wie wäre es mit einer Art Online-Preis/Wettbewerb zur Förderung guter Nachwuchsredakteure?

            Man muss das Rad ja nicht neu erfinden, aber gut klauen und sinnvoll anwenden wäre doch schon mal was…

    • Mal ganz ehrlich, wenn ich eine Zeitung abbestelle, dann will ich, daß die Lieferung aufhört aus welchen Gründen auch immer und wenn es einfach daran liegt, daß ich zu alt bin um im Winter jeden Morgen zum Briefkasten zu laufen und eine Oberschenkelhalsfraktur zu riskieren.

      Dann weiterzuliefern ist alles andere als witzig, sonder grenzt an Nötigung und ist nichts anderes als in einen Briefkasten mit “Keine Werbung”-Aufkleber Prospekte zu werfen!

      Wenn ich bei meinem Lieblingsitaliener sage, daß ich satt bin oder es mir nicht schmeckt, dann löst der das Problem auch nicht, indem er mir mit Gewalt den Rest der Pizza in dem Mund drückt.

      Er fragt ob er mir den Rest einopacken oder was anderes bringen darf.

      Und das ist genau der Unterschied:

      Fragen, ob dem anderen das Recht ist, nicht einfach machen!

      Eine Zeitung kann das anbieten, wenn sie den Kunden halten will.

      Ihm das aufzuzwingen ist nichts womit man sich Freunde macht.

      Reply

    • Lese hier mit Interesse (nach gut einem Jahr) und fage mich: Was bitte ist eigentlich eine “Abo-Kultur”? Vielleicht lässt sich Martenstein mal darüber aus?

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  3. An dem Konstrukt Küchenradioverstellung des Artikels können wir wieder sehen: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

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    • Ich glaube einfach, dass sich alle schon an das Anbiedern der Verlage gewöhnt haben und von daher die Reaktion auf die Reaktion milde ausfällt.

      Mal ehrlich: Ist es nicht frech, einfach ein Produkt kostenlos zu schicken, obwohl es abbestellt wurde? Warum sollte das für eine Zeitung okay sein, wenn das für andere Produkte falsch wäre. Nehmen wir zum Beispiel ein SMS-Klingel-Ton-Abo.

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    • Ok, dann eben so:

      Ich gebe meine Schwimmbad-Jahreskarte ab, weil ich eine Chlorallergie hab und nicht mehr schwimmen gehen will und jeden Morgen klingelt der Bademeister bei mir und bespritzt mich mit -Schwimmbad-Chlorwasser aus eine Wasserpistole; umsonst!

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  4. Früher war es üblich, dass Vertriebsabteilungen die Chefredaktionen darüber informierten, weshalb Leser kündigten. Vor allem gab es aber auch mitdenkende Mitarbeiter im Vertrieb, die nicht nur eine einzige Standardreaktion kannten. Hier entsteht leider der Eindruck, dass die im SV nicht einmal mehr lesen, warum jemand kündigt.

    Bleibt die Frage nach dem Sinn der Aktion aus betriebswirtschaftlich-unternehmerischer Sicht. Wenn ich Kunden zurückgewinnen will, egal in welcher Branche, versuche ich ihm zu erklären, warum nicht immer alles so sein kann, wie der Kunde es sich wünscht, dass ich aber versuche, die Wünsche der Kunden so weit irgend möglich zu berücksichtigen und meine Produkte zu verbessern.

    Ich biete dem Kunden dann an, mir noch eine Chance zu geben, ihn zu überzeugen, aber ich ärgere ihn doch nicht mutwillig, indem ich ihn gegen seinen Willen beliefere.

    Was lernen wir daraus? Der Verlag begreift seine Leser noch immer nicht als Kunden. Leser sind nach wie vor das Massenprodukt, dass dem Inserenten verkauft wird.

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  5. Solange der zusätzliche Monat kostenfrei ist finde ich das nicht schlimm wäre schön wenn mein mobilfunkanbieter das so machen wuerde. ^^

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    • Darf ich Dir -kostenfrei natürlich- jeden Tag eine Tüte Altpapier/Hausmüll schicken?

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  6. Ich hatte etwas abgrundtief entsetzliches erwartet. Ein sich anbahnender Rechtsstreit. Drohungen. Verleumdungen. Sex. Gewalt. Aber ein Standardschreiben verbunden mit einem Geschenk? Ist die Reaktion nicht nachvollziehbar, sogar kundenorientiert? Dass der Vergleich mit dem Radio absurd ist, wurde ja schon festgestellt. Der Vergleich wäre nicht absurd, würde der Chefredakteur vorbeikommen und dich per Gewalt dazu zwingen die Zeitung zu lesen.
    “Ist es nicht frech, einfach ein Produkt kostenlos zu schicken, obwohl es abbestellt wurde?”
    Nein. Im Kaufhause verlangt man Kundenservice, oder am Telefon, oder in der Werkstatt. Hier wird er geboten und es ist nicht richtig. Und Kundenservice hat natürlich zum Ziel, das Produkt an den Kunden zu bringen. Schlimmer wäre es, läge die Kündigungsfrist in ferner Zukunft und du müsstest für die Weiterlieferung sogar noch bezahlen! Aber so erhälst du eine nachträgliche Warenprobe. Zugegeben, Service für ein ungewolltes Produkt, ist nicht gewollt. Aber welcher Nachteil entsteht dir? Dass du den zusätzlichen “Papiermüll” aus dem Briefkasten fischen musst? Dann müsste ich mich jeden Tag über die bunte, blöde Werbung in meinem Briefkasten ärgern. Von Firmen, zu denen ich noch NIE ein Geschäftsverhältnis hatte. DAS ist frech.
    Einzig einen Einwand ließe ich gelten: Dass deine Adresse als “Nicht-Kunde” für einen Monat weiter gespeichert wird.

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  7. Sorry Nickaat, aber das ist absoluter Blödsinn. Ich finde es respektlos, wenn man ein Produkt kündigt und es weiter aufgedrängt bekommt. Hast du dir das Kündigungsschreibung von Dennis durchgelesen? Der Kundenservice von dem du sprichst bestünde meiner Meinung nach ausschließlich darin, wenn die SZ eine inhaltliche Antwort schicken oder gar eine Debatte eingehen würde. Standardantwort mit Trostpflaster ist Kundenservice wie er vor 20 Jahren funktioniert hat.

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    • Der Kündigungsgrund ist ohne Frage nachvollziehbar, genauso wie die Empörung über die Causa “Tagessschau App”. Da hast du (bzw. Dennis) sogar meine Zustimmung. Ich grenze nur ganz klar ab, zwischen eben dieser Angelegenheit, die der Auslöser für die Kündigung ist und der Tatsache, dass hier ein ganz normaler Kündigungsprozess stattfindet. Über den sich dann dermaßen “echauffiert” wird.
      Aufdrängen? Wäre es auch aufdringlich, wenn bei einer Kündigungsfrist von 4 Wochen die Zeitung für die letzten 2 Wochen kostenlos zugestellt wird?
      Standardantwort? Trostpflaster? Verlangst du, dass jeder Abonnent einen eigenen Sachbearbeiter erhält? Wenn man eine Auseinandersetzung anstrebt, sollte man vielleicht andere Kommunikationswege anstreben.
      Wäre die Beschwerde an einen bestimmten (mit Verantwortung gestraften) Mitarbeiter gerichtet und hätte dieser mit einem Standardschreiben reagiert, dann wäre ich vollkommen bei dir.
      Vielleicht ist mein Unverständnis aber auch damit erklärt, dass ihr ob eurer Berufung natürlich emotionaler reagiert. Und vielleicht begebe ich mich deshalb auf extrem dünnes Eis, weil mir der Weitblick in der Situation fehlt. Was mir jetzt hoffentlich nicht zum Nachteil ausgelegt wird. ;)

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      • Nicksaat, es ist in der Tat ein Unterschied ob man zusätzlich eine kostenlose Verlängerung des Abos ungefragt erhält (hier der Fall), oder ob die Restzeit nicht berechnet wird (ist hier nicht der Fall). Der Person, die das Standardschreiben verschickt hat, ist natürlich kein Vorwurf zu machen – aber der Verlag muss sich schon den Vorwurf gefallen lassen, keine Dialogbereitschaft zu signalisieren.

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        • Wie chafft ihr Deutschen es immer euch so etwas aufzuregen? Jeder andere würde sagen “Ok, ein Geschenk. Vielleicht lese ich es. Ansonsten wandert es in den Müll. Kostet mich ja nichts. nicht mal ein gesondertes Schreiben.”

          Aber ihr macht daraus eine Katastrophe als hätte der Verlag euch ein neues 24monats-Abo aufgedrängt.

          Hätte ein “vergünstigstes Abo für nur den halben Preis” besser gepasst?
          Erwartet ihr das der Verlag gar nichts sagt sondern nur die Kündigung hinnimmt?

          Letzteres ist ja auch wieder nicht richtig, dann beschwert ihr Deutschen euch wieder das überhaupt kein Dialog merh stattfindet und in den comments heisst es dann “Kein Wunder das den Verlagen die Kunden weglaufen.”

          Es ist ein Geschenk. Ohne Haken.
          Ist das so schwer das einfach hinzunehmen?
          Seit ihr Deutschen bei allem so penetrant und biederhaft?
          Jeso christo!

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      • Die führen hier inzwischen einen persönlichen Krieg.
        In dieser Situation machen die Verlage alles falsch und ncihts mehr richtig. ;-)

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  8. Dann soll er halt beim Kundenservice anrufen und sagen “Das möchte ich aber nicht”. Oder Ihr für ihn. Oder nochmal ein Schriftstück aufsetzen. Oder euch darüber beschweren, dass in der Kundenbetreuung vermutlich schlecht bezahlte Kräfte sitzen, denen daher eine einzelne Kündigung mit so einer Begrüdung schlicht egal ist und weiterhin das Standardprogramm abspulen. Wird vermutlich nicht die einzige ungewöhnliche Begründung sein, die da eintrudelt. Und auf jeden Einzelfall dann eingehen? Und der Erfolgsfall? Eher unwahrscheinlich, bei solchen Kündigungsgründen. Da rechnet sich es vermutlich eher noch die Statistik marginal aufzuhübschen, in dem man aus je 12 scheidenden Abonnenten quasi einen neuen für ein Jahr lang kreiert.

    Und Stichwort Kundenservice: Er will ja kein Kunde mehr sein, wieso dann noch Service anbieten? ;-)

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      • Das ist weder sonderlich interessant, noch überraschend, noch hat das was mit einem Kundendialog zu tun. Wie gesagt: Er will ja kein Kunde mehr sein.

        Nur ich frage mich hierbei: Was erwartet Ihr eigentlich als Antwort? Ob da nun nichts, eine Zeitung einen Monat kostenlos oder ein obligatorisches “Tut uns leid, dass sie mit unserer Entscheidung nicht einverstanden sind, aber wir sind der Meinung uns inhaltlich nichts vorwerfen zu müssen, aber gerne erläutern wir Ihnen unsere Gründe” kommt. Mein Gott. Letzterem darf man dann ein gedankliches PS sicherlich in Form von “(Sie hingegen sind ein Einzelfall oder gehören höchstens einer kleiner Gruppe von Moralaposteln an, die wir als zukünftige Ex-Leser dann halt verschmerzen müssen. Ihre Gesamtwirtschaftliche Relevanz ist jedoch so unbedeutend für uns, dass wir uns mit der Entscheidung nicht weiter auseinandersetzen müssen.)” anhängen.

        Das man sich unter Umständen nicht über eine Zeitung freut, die man nicht mehr lesen will – verständlich. Nachvollziehbar. Lobenswert. Aber sicherlich auch verschmerzbar. Und wenn nicht, dann halt mitteilen, dass man keine zweite Chance vergibt.

        Aber nochmal die Frage: Wie soll denn die optimale Antwort ausfallen?

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  9. Pingback: » Misslungene Reklame des Tages: Um Ihnen noch ein … Nachtwächter-Blah

  10. Wenn ich etwas nicht mehr will, dann will ich es auch nicht kostenlos.
    Mich nervt schon die Werbung die ich kostenlos jede Woche in meinem Briefkasten hab. In diesem Fall fällt auch die nicht mehr gewünschte Zeitung in genau gleiche Sparte. Unnötiger, lästiger Papiermüll.

    Es macht den Eindruck der Verlag habe nur im Betreff die Abo-Kündigung gelesen, es notiert und dann in die große runde Ablage gelegt.
    Übrigens machen Klingelton-Anbieter das gleiche mit ihren Klingelton-Abos. (Ist mir bei Jamba passiert.)

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  11. Erinnert mich ein bisschen daran, als ich meine Visa-Karte kündigte weil sie mir zu teuer war und dann das Angebot bekam sie fortan für die Hälfte der jährlichen Gebühren zu behalten – Hallo ? Das klang für mich einfach nur nach “Wir zocken Sie solange ab, bis Sie sich beschweren.” (ich hatte natürlich schon eine neue Karte beantragt und das Angebot u.a. deswegen abgelehnt.

    So eine Praxis wäre doch mal schön wenn man seinen Job gekündigt hat. “Wir zahlen Ihnen noch einen Monat das Gehalt weiter um Sie vielleicht erneut von unserem Unternehmen zu begeistern.” ;-)

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    • Und was ist daran schlimm?

      Hättest du die VISA auch abgelehnt wenn du sie für ein halbes oder viertel Jahr umsonst bekommen hättest?
      Hättest du das Monatsgehalt etwa abgelehnt? Glaubst du ja wohl selber nicht, oder.

      Der Verlag drängt einem keine ZEitung auf, er verlängert nicht das Abo, er macht nicht mal ein vergünstigtes Abo-Angebot (wie die meisten es erwarten würden). Er bietet die Zeitung kostenfrei einen weiteren Monat an.

      Ein Geschenk.
      Und wie manch anderer hier frage ich mich was daran so verwerflich ist.

      Reply

      • Geschenk hin oder her – ich finde es einfach respektlos. Da will jemand sein Abo aus seiner Sicht gutem Grund loswerden, geht der Verlag nicht darauf ein sondern respektiert den Wunsch insofern nicht, dass er die Zeitung weiter zu stellt. So ist das.

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        • Sag mal, was erwartest du?
          Bist du schon so lange freier Journalist das du vergessen hast wie es in einem Unternehmen abläuft?

          Hast du wirklich erwartet das die Kündigungsabteilung deine Mail im detail liest und vor Scham und Kritik diese bis an die oberste Vorstandsebene weiterleitet?

          Das ist doch nicht dein Ernst, oder?!
          Ein Kunde von vielen, eine Kündigung von vielen. So wie unsere Mitarbeiter sich nicht das Herzzereissen über jede Vertragswiderruf und über jede Rücksendung der Ware, so vergiessen auch die Kündigungsmitarbeiter bei der SZ keine Tränen. Und kann von denen auch nicht erwartet werden.

          Es ist Business.
          Really, mehr als ein Standardschreiben kann man doch nicht erwarten.

          Wenn du was bewirken willst schreibe direkt an den Vorstand oder über Kontakte an die Bürokraten die in einem Unternehmen was ändern können (Das können nämlich weder Kündigungs- noch Beschwerdeabteilung).
          Oder wenn du schon freier Journalist bist, dann gehe über vitamin B, verbreite da deine Kritik. Da wird dir vielleicht jemand zuhören.

          Aber ein Kündigungsschreiben, und sei es noch so enthusiastisch geschrieben?
          Never. Und schieb das nicht wieder auf die mangelnde Kommunikationsfähigkeit der Verlage.
          Dieses Verhalten ist normal und kein Unternehmen über 20 Mitarbeiter kann es sich leisten sich intensiver mit jeder einzelnen Kritik zu beschäftigen.

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  12. Wenn der Typ die SZ nicht lesen will, die ihm kostenlos zugestellt wird, dann soll er sie seinem Nachbarn geben oder wegwerfen.

    Wo ist das Problem? Womit vergeudet ihr eure Zeit, Leute?

    Das ist doch eine Superaktion von der SZ, um unzufriedene Leser nochmal bei der Stange halten zu können. Niemand ist gezwungen, die Zeitung auch tatsächlich zu lesen. Der Vergleich mit dem Radiomoderator ist vollkommen daneben. Der bricht ja schließlich in eine fremde Wohnung ein. Das macht die SZ ja wohl nicht.

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  13. Das Ignorieren der Kündigungs-Begründung ist das eine – klar, da würde man sich eine persönliche Stellungnahme wünschen statt eines Standardschreibens. Was ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann ist das Lamento über die kostenfreie, unaufgeforderte Lieferung der SZ. Also ich habe mich noch nie über etwas geärgert, das ich geschenkt bekam. Wie kann mir ein Produkt lästig sein, für das ich nichts bezahle? Wenn ich´s nicht will, schmeiß ich´s weg – und ansonsten freu ich mich drüber.

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    • Stell Dir vor alle Leute in Deiner Straße erfahren, daß und stellen in Zukunft alle (inatkten natürlich) Elektrogeräte die sie nicht mehr wollen bei Dir vor die Tür.

      Geschenkt natürlich!

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      • Der Vergleich passt nicht.

        Aber wenn du bei Saturn eine 256GB SD-card zurückgibst weil sie dir nicht gefällt.
        Und dann schickt dir Saturn eine 2GB SD-card zu mit dem Schreiben “Tut uns leid das Ihnen die card nicht gefallen hat. Als kleine Entschädigung bieten wir Ihnen kostenfrei diese kleinere SD card an, mit der Hoffnung Sie trotz allem als Kunde behalten zu können.”

        Sag mir nciht das du die am liebsten zurückgeben würdest. Nein, du würdest dich darüber freuen das Saturn so kundenfreundlich ist und trotz deines Widerrufs dir entgegenkommt. Und du würdest das nicht als Aufdrängen empfinden.

        Also, warum empfindet ihr das hier als Aufdrängen bei der Zeitung? Ost doch das gleiche. Man widerruft etwas und bekommt kostenfrei 2wochen geschenkt.

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      • Wir reden hier nicht über Müllentsorgung, sondern über Waren und Geschäftsbeziehungen. Wenn Du die Gratis-SZ nicht lesen willst – so what, schenk sie Deinem Nachbarn oder Kollegen, der freut sich ebstimmt drüber!

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        • Wolfgang, findest du es nicht respektlos, wenn jemand eine Zeitung nicht mehr will, er sie dennoch aufgedrückt bekommt, sei es noch eine Gratis-Lieferung?

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          • Respektlos? Nein, Daniel, das finde ich nicht. Eine Kündigung bedeutet ja per se nicht generelles Desinteresse am Produkt, sondern zeigt zunächst einmal nur: Ich kann mir das Produkt nicht mehr leisten oder ich bin, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr gewillt, Geld dafür auszugeben. Ich habe schon manche Zeitung abbestellt, weil ich einfach zu wenig Zeit hatte, sie regelmäßig zu lesen. Hätte ich sie gratis bekommen, hätte ich sie gerne weiter bezogen – denn dann stellt sich ja die Kosten-Nutzen-Frage nicht…

  14. “die neuesten podcast-episoden”
    ich sehe dort 5 bilder, 4 mit mütze, eines direkt über der brille abgeschnitten.
    was genau befindet sich dort oben, über der brille und unter der mütze, das nicht gezeigt werden darf? ich bin grad högst-interessiert.

    zum sz werbe-geschenk:
    ja. wow. nette reklame aktion….
    haben sie einen persönlich hass auf die sz, herr fiene?

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  15. Daniel, leg doch noch etwas mehr Polemik drauf. Vermutlich kommst Du auch gleich noch auf einen Vergleich mit dem aktuellen Skandal in England. Mir geht so ein Pauschal-Oberlehrer-Gehabe einfach nur auf die Nerven. Immer schön meckern ohne eine wirkliche Ahnung zu haben. Denke, die SZ hat über 400.000 Leser. Vermutlich auch viele Kündiger. Aber die SZ ist die einzigste Tageszeitung in Deutschland mit stabiler Leserschaft. Daher: Wow, Du hast ja ein richtiges Problem gefunden.
    Noch eines: Wer soll denn den aufwendigen Investigativ-Journalismus bezahlen, wenn er nur noch kostenlos im Netz veröffentlicht wird. Etwa Subventionen vom Bund???

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  16. OMV. Da gab es nach der Kündigung ein Geschenk! Wie abgrundtief verwerflich ist das denn? Eine Ausgabe der SZ kann man meines Erachtens nach dieser beschämenden Klage mit einer Landmine vergleichen. Wer will sowas in seinem Briefkasten finden?

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  17. Daniel, Du hast ja Recht. Vom SPIEGEL kriege ich seit Jahren (Brief)post, die mich wieder ins Abo locken will. Das nervt. ABER: Gesetzt den Fall, die Zeitung kann ein paar Abonnenten auf diese Weise zurückgewinnen – sollte diese in den Wind schreiben? UND: Würdet ihr Onliner eine Zeitung deshalb abonnieren, weil sie so schön integer ist und so was nicht macht? Wärt ihr umgekehrt bereit, für die Online-Ausgabe Geld zu bezahlen, wenn auch die investigativen Geschichten darin zugänglich wären (was ich wiederum integer von euch fände). In der besten aller Welten würden gute Zeitungen davon leben, dass die Leser freiwillig Geld bezahlen, um den guten Journalismus zu fördern; dann bräuchte es keine Abos.

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  18. Na, hier sind ja ein paar Idealisten am Werk.

    Die Zeitungen sollen bitte täglich zig Seiten auf Papier produzieren. Alles ins Netz stellen, natürlich schon am Vorabend, die investigativen Stücke sowieso, und das ganze bitteschön kostenlos. Aber wenn Sie es dann wagen zu versuchen, Abonnenten zu werben oder alte zu halten, dann werden sie verteufelt, beschimpft und unmoralischer Methoden bezichtigt.

    Bloß weil es im Netz noch fast alles kostenlos gibt, heißt das nicht, dass Online-Journalismus kostenlos zu machen ist. Alle grämen sich, dass die Zeitungsauflagen in den Keller gehen – warum dann dieser Aufstand, wenn sich die Verlage um ihre Abonnenten bemühen?

    Wenn mir einer die Frage beantworten kann, wie Zeitungen ihre Print- und Online-Ausgaben angesichts schwindender Vertriebserlöse finanzieren sollen – heute wie in zehn Jahren – dann können wir gerne weiterdiskutieren. Oder wenn Ihr bereit seid, für einen guten, investigativen Text im Netz auch einen Preis zu bezahlen. Sagen wir: ein Euro. Zahlende Abonnenten sind Eurer Meinung nach ja wohl unwichtig.

    Sich darüber zu wundern, dass einem nicht die gesamte Vertriebsabteilung angesichts einer qualitativ begründeten Kündigung zu Füßen liegt, finde ich komisch. Das müsste sie dann rund tausendmal am Tag machen. Wenn ich mit der Telekom über die allgemeine Firmenstrategie diskutieren will, frage ich doch auch nicht den Außendienst.

    Reply

  19. Hallo Daniel, alle, die die dramatische finanzielle Lage vieler Zeitungen nicht wahrhaben wollen, ganz normale Abo-Werbung komisch finden und sich wundern, dass nicht der Chefredakteur oder am liebsten gleich der Verleger selbst antwortet, wenn man der Vertriebsabteilung eine Kritik schickt. Obwohl ich Zeitungen kenne, bei denen es so funktioniert.

    Gruß Stefan01

    Reply

    • Okay, nur zwei Sachen:

      “Zahlende Abonnenten sind Eurer Meinung nach ja wohl unwichtig” – was mich betrifft ist das eine Unterstellung :-) Ich selbst zahle zwei Printabos (ein britisches und ein us-amerikanisches) für Magazine, die es mir wert sind. Darüber hinaus habe ich ein App-Abo einer Zeitung und es gibt noch andere Inhalte die ich im Netz kaufe und für die ich gerne bezahle.

      Zu: “Wenn mir einer die Frage beantworten kann, wie Zeitungen ihre Print- und Online-Ausgaben angesichts schwindender Vertriebserlöse finanzieren sollen – heute wie in zehn Jahren – dann können wir gerne weiterdiskutieren.” ->

      Dann lass uns doch deine Frage in einem Gespräch in einer der nächsten “Was mit Medien”-Podcasts diskutieren. Da lade ich dich gerne zu einem Telefonat ein und dann diskutieren wir deine Fragen mal gemeinsam aus.

      Gruß, Daniel

      Reply

  20. “Für Magazine, die es Dir wert sind”. Das ist die wichtigste Formulierung. Denn es stellt sich die Frage: Warum ist Dir eine deutsche Zeitung – sei es eine nationale, sei es eine regionale – nicht wert? Diese Frage muss sich auch die Branche stellen.
    Die Redaktionen deutscher Zeitungen kosten Millionen. Die meisten machen einen verdammt guten Job. Natürlich gibt es Ausnahmen. Und trotzdem sind immer weniger Menschen bereit, für diese Leistung 26 oder 30 Euro im Monat zu bezahlen sondern sie erwarten, dass sie die gleiche Leistung ganz natürlich umsonst im Internet bekommen. Und wenn aus Zwei-Zeitungs-Kreisen erst Ein-Zeitungs-Kreise und dann bald Nicht-Zeitungs-Kreise werden, dann hat Geiz-ist-Geil nicht nur Hunderte von Arbeitsplätzen gekostet, sondern auch Menschen zurückgelassen, die beispielsweise die von GEZ-Gebühren finanzierte Tagesschau-App nutzen und denken, damit seien sie vollständig informiert. Und wenn vor ihrem Haus eine neue Straße gebaut wird, von der sie nichts wussten, schimpfen sie über “die Politik”, die ja macht, was sie will. Komisch.
    Pardon, jetzt bin ich etwas euphorisch geworden.

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  21. Ich denke es ist doch völlig Wurscht ob umsonst oder nicht. Es geht darum das eine unserer “relevanten” Zeitungen (unter den wenigen die es noch gibt) nicht in der Lage ist eine inhaltliche Diskussion zu führen. Dabei sollte es keine Rolle spielen ob “nur” ein Leser das Thema betrifft oder Viele. Wie man an diesem Beispiel sehen kann werden extrem viele Menschen mit dem SZ Vorgehen informiert über diesen Blog und andere Kanäle. Als verantwortungsvoller Journalist oder Verlag sollte man aus diesem Grund jede Beschwerde ernst nehmen und individuell behandeln. So ist nunmal unsere digitale Welt. Da bleibt die scheisse nicht unterm Teppich sondern wird ans Licht gezerrt. Und nun steht sie doof da die SZ.
    Habe auch gekündigt. Also jetzt schon 2 Leser weniger.

    Weiter so und immer alles ans Licht bringen. Dieses arrogante Gehabe ob von Verlagen oder anderen Unternhemen soll nicht mehr einfach hingenommen werden.

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    • hättest du dich auch solidarisch gezeigt, wenn mir das widerfahren wäre und ich die Situation auf meinem Blog geschildert hätte, du aber der einzige Leser gewesen wärst?

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      • @ Peter:
        ?? Was meinst Du damit? Das ich hier poste weil viele den Blog lesen? verstehe den Einwand nicht.es geht hie rdoch um das grundsätzliche Problem wie mit uns “Verbrauchern” umgegangen wird. Ich finde jeder sollte seine Möglichkeiten nutzen so etwas publik zu machen und dadurch auch “Druck” aufzubauen damit sich etwas ändert. Das Web bietet zumindest die Möglichkeit sich zu äusern und diese Chance sollte jeder nutzen, egal on ein Blog viele oder wenig Leser hat. Die Motivation ist in erster Linie: ich sage meine Meinung! Und hier haben wir es mal wieder mit einem Anbieter zu tun der nicht in den Dialog eintritt und das ist falsch. Den unsere modernen Kommunikationsmedien erlauben eben so ein Verhalten zu veröffentlichen.

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        • … du kündigst, weil du den Dialog vermisst. Ich sehe nur einen Blogeintrag, der kein “Leserbrief” an irgendeine Redaktion ist, sondern eine dramatisierte Situation, die kontroverse Meinungen hervorruft. Beschwer dich per “Leserbrief” bei der SZ und klage dann über den vermissten Dialog. Es erscheint dir wie Dialog, weil der Blog relativ populär ist. Deswegen meine Frage: Würdest du den Mangel an Dialogfähigkeit auch vermissen, wenn die Geschichte über einen unpopulären, unbekannten Blog vermittelt worden wäre? Du könntest darauf auch einfach antworten, anstatt auszuweichen, die Frage ist ja nicht verwerflich, gell? ;)

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          • Keine Sorge ich versuche nicht auszuweichen. Wollte verstehen worauf du hinaus willst. Da ich nicht weiß das dieser Blog bekannt ist bin ich ja eigentlich raus aus der Unterstellung, oder? Habe vorgestern das erste Mal hier was gelesen und keinerlei Ahnung wieviele Leser der hat etc…

            Trotzen gebe ich dir in einem Punkt auf jeden Fall Recht. Die neuen Medien bergen auch Gefahren der Meinungmache und des unkontrollierten auf den Zug aufspringens. Auf jeden Fall ist eine differenzierte Betrachtung der Zusammenhänge wünschenswert.

            Es ist aber auch grossartig durch die Medien eine laute Stimme zu bekommen die dann auch von Verlagen etc. eher gehört wird weil Öffentlich. Und wenn dieser Blog bekannt ist umso besser weil dann wird die Sz das auch lesen und sogar reagieren … Wäre doch Klasse…

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