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Herr Pähler und Daniel zu Gast im Online-Talk bei DRadio Wissen (Update: Jetzt mit Nachbericht)

Herr Pähler und ich haben eine Einladung zum Online-Talk von DRadio Wissen erhalten! Morgen (Samstag, 08. Januar 2010), werden wir zwischen 11:00 und 12:00 Uhr zu Gast in der Talksendung sein. Wir werden über unser Projekt, Journalismus im Netz und Podcasting reden. Wir freuen uns schon sehr auf das Gespräch und möchten euch auch drauf hinweisen und einladen.

Wie ihr DRadio Wissen empfangt steht hier. Das ist der junge Wissenskanal, der vor ziemlich genau einem Jahr gestartet ist. Der dritte Deutschlandradio-Sender ist hauptsächlich auf digitalem Wege zu empfangen.

Ein Nachbericht folgt :-)

Update, 09.01.2011: Hier geht es zur Sendungsseite und auch zur direkten MP3 der Sendung.

Vielen Dank an die Moderatoren Konstantin Zurawski und Thomas Reintjes für die angenehme Stunde – auch wenn es auf einmal unglaublich komisch ist, wenn man auf der anderen “Gesprächsseite” Platz nimmt und auf einmal Fragen beantwortet. Ich glaube da müssen wir auch noch etwas üben: Herr Pähler kam eine Viertelstunde zu Spät zu Sendung! Er läßt aber noch einmal ausrichten, dass nicht die Bahn Schuld an der Verspätung hat.

Wir haben sehr viel über den Wert von Inhalten gesprochen. Einmal haben wir über die aktuellen Interviews von WDR-Intendantin Monika Piel gesprochen. Sie kann sich vorstellen, dass journalistische Apps der ARD gebührenpflichtig werden. Dann haben wir noch intensiv über Flattr gesprochen. Das “Bezahl”-System finde ich sehr spannend, sehe es aber eher als digitales Trinkgeld. Herr Pähler traut dem System aber noch mehr Bedeutung zu und hofft auf eine schnelle Verbreitung der Idee und, dass es viele Nutzer annehmen. Immerhin können mit Flattr Inhalte frei zugänglich bleiben. Vielleicht müssen wir Inhalteanbieter uns auch stärker darum kümmern, auf den Wert unserer Inhalte hinzuweisen. Wie Herr Pähler aber sehr richtig anmerkte, dürfe auf der anderen Seite keine Bettel-Haltung entstehen.

Gar nicht so einfach war es, so schnell Antworten auf die Meta-Medienjournalismus-Fragen zu finden. Warum machen wir “Was mit Medien”? Können Journalisten überhaupt über Journalismus berichten, wenn sie selbst Teil des Systems sind? Es ist wichtig darüber zu sprechen, aber darüber denke ich im Alltag ehrlich gesagt kaum nach. Klar geht es. Wir haben ja schon über 230 Ausgaben produziert. Ich persönlich glaube ja, dass Transparenz das Schlüsselwort ist. Hier hat Thomas auch einen Ausschnitt aus unserer  “Wetten, dass…”-Unfall-Ausgabe vorgespielt, auf die wir auch sehr viel Feedback bekommen haben – und das zum Glück durchweg positiv.

Heute Früh, somit leider erst nach der Sendung, habe ich die neue Kolumne von Stefan Niggemeier im neuen Mediummagazin gelesen (mist, warum kann man Print nicht richtig verlinken). Er beschäftigt sich künftig mit Medienmoral und in der ersten Kolumne geht es um das Verschweigen. Im Kern sagt er, dass selbst Offenlegung kein Allheilmittel ist und es da Grenzen gibt. Aber das Verschweigen ist immer das größere Übel. Aber ich schweife ab.

In der Stunde haben wir noch über viele andere Dinge gesprochen – wie zum Beispiel über das Klatschkritik-Blog oder über die Du-Mont-Affäre. Hier haben wir unser Verlegermärchen aus einer der letzten Ausgaben mitgebracht. Ob ich mir eine Fortsetzung vorstellen könne? Ganz ehrlich – ich hoffe nicht.

Und dann war auch schon die Stunde um.

Lesetipps:

  1. Herr Pähler kommentiert: Warum BILD zu Guttenberg verteidigen darf.
  2. Warum taz.de flattr nutzt – ein Interview mit Matthias Urbach
  3. Vorbild für Deutschland? Frankreich geht Online-Werbern an die Geldbörse
  4. Töne, Texte, Bilder: Was bei “Wetten, dass..?” Backstage passierte.
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