Johannes Beermann (Foto: Daniel Fiene)

Staatskanzleichef fragt: Brauchen wir noch 3sat und die Deutsche Welle?

Johannes Beermann (Foto: Daniel Fiene) Die Rollen von 3sat und der Deutschen Welle könnten zur Diskussion stehen – zumindest wenn es nach dem sächsischen Staatskanzleichef Dr. Johannes Beermann geht. Dies sagte er am Samstag (30.10.2010) dem Radio Eins Medienmagazin. Beermann leitet eine länderübergreifende Arbeitsgruppe, welche die Beitragsstabilität für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk überprüft. Ein Ergebnis soll bis 2014 den Ministerpräsidenten vorliegen. Dann könnte es auch um die Zukunft von 3sat und die Deutsche Welle gehen. “Was ist mit der Deutschen Welle und dem Deutschlandradio?”, fragt Beerman.  “Wir haben mit der Deutschen Welle einen kompletten Auslandsrundfunk. Macht es nicht Sinn, dort Synergie-Effekte herbeizuführen, die beiden zusammenzuführen? Also eine Idee, die ich in den letzten Wochen entwickelt habe. Auch da müssen wir uns einfach darüber unterhalten.” Auch in Richtung 3sat stellte der Staatskanzleichef Überlegungen an: “Wir haben eine ganze Reihe von Kultursendern und müssen uns fragen, ob diese Kultursender, die teilweise im Digitalbereich damals unter ganz anderen Gesichtspunkten (starteten) (…) ob wir die alle brauchen.”

Linktipp des Tages: Das Interview zwischen Jörg Wagner und Dr. Beermann gibt zum Nachlesen auf wwwagner.tv.

Comment (1)

  1. Vorallem brauchen wir die Millionen-Saläre für Thomas Gottschalk, Harald Schmidt und Florian Silbereisen nicht mehr.
    Wer Quote hat, braucht kein Zwangsgeld, wer Zwangsgeld hat, braucht keine Quote.
    Beerman setzt bewusst bei den Kultursendern an, weil er eigentlich nicht sparen will. Es hagelt Proteste, und schon wieder ist ein Grund da, die Einnahmen der Öffentlich-Rechtlichen weiter zu garantieren.
    Würde der Durchschnitts-Zuschauer für Unterhaltung extra zahlen müssen, würde er vielleicht mal das Geld sparen wollen und sich lieber Bildungs- und Informationssendungen anschauen oder – oh Schreck! – ein Buch lesen, vielleicht sogar Zeitungen.
    Ich gewinne den Eindruck, der abgelenkte und verblödete Bürger ist weiterhin das erstrebte Ziel etablierter Politik. Klar. Das sichert Pfründe, nicht nur bei den Öffentlich-Rechtlichen.

Comments are closed.

Top