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Zeitungs-Kilz the Internet-Star

Hans Werner Kilz ist Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung. Und er liebt seinen Job! Einen anderen Eindruck kann man von ihm nicht bekommen, wenn man ihn über die Zukunft des Journalismus reden hört. Das Prinzip ist einfach: Print ist gut, Online ist böse. Je länger man darüber redet, dass die Zukunft des Journalismus in der gedruckten Zeitung liegt, dann scheint man irgendwann auch selbst daran zu glauben. In so einer Kilz-Rede fallen Aussagen wie “Online-Journalismus kann den investigativen Journalismus nicht ersetzen”, die jungen Zeitungsleser kommen aus gebildeten Familien, die Jugend aus bildungsfernen Familien würden im Internet nur “gamen”, Stefan Niggemeier sei eine Ausnahme unter den Bloggern (er habe ja auch ein Printvolontariat gemacht). Was denkt der oberste Journalist einer der besten Tageszeitungen in Deutschland über seine Branche? Das könnt ihr in dem Mitschnitt der Rede des SZ-Chefredakteurs zum 40-jährigen Jubiläum der Akademie für Publizistik in Hamburg hören, die Kilz am Montagabend (20. September 2010) gehalten hat.

[audio:/audio/rede_kilz.mp3]

(MP3)

Übrigens: In den 80er Jahren gab es Fortbildungskurse “Journalismus für Frauen”. Heute undenkbar. Bleibt zu hoffen, dass wir in zehn Jahren diese überflüssige Trennung zwischen “Print-Journalismus” und “Online-Journalismus” auf den gleichen Stapel ablegen können.

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